Erkenntnisse für Webdesigner und Redakteure

Es ist so weit. Seit ungefähr 3 Tagen spüren wir das viel besprochene Google Update nun an den eigenen Auftritten. Die Konsequenzen sind immens, und zwar in beide Richtungen. Doch welche Erkenntnisse können Webdesigner und Online-Redakteuere daraus erzielen?

Beobachtungen – Content aus gleicher Feder – Aufstieg und Fall zweier Webseiten

Beim persönlichen Weblog von Martin Trauth und dem vorliegenden Unternehmensauftritt Webdesigner in Köln handelt es sich um den gleichen Autor (Martin Trauth). Sprachtonalität und Artikellänge sind in vielen Fällen identisch.

Zu unserem Erstaunen purzelte der private Weblog, der noch vor ca. einer Woche in Bezug auf viele Keywords an erster Stelle der organischen Google Suche stand, in’s Nirvana der Suchergebnisse. Schade, da diese Seite im Vorhinein zumindest ein paar Einnahmen über Google Adsense einbrachte.
Ganz anders verhält es sich bei der vorliegenden Seite. Sucht man seit vorgestern etwa nach “Webdesigner in Köln” feiern wir den Eintrag nun auf der ersten Seite der Google Ergebnisse. (Vorher befanden wir uns irgendwo in der zweiten Hälfte der vierten Seite unter den Top 100).

Thesen und A/B Tests

Da Google sich aus gutem Grund in Bezug auf deren Algorithmen nur sehr bedeckt hält, eignen sich die Beispiele sehr gut für eigene Tests.

Folgende Thesen fallen direkt in’s Auge:

  • Absprungrate: Aufgrund der Tatsache, dass es sich bei dem Weblog um keine themenspezifischen Inhalte handelt, ist die Absprungrate selbstverständlich höher. Es handelt sich um eine Differenz von ca. 20%. These: Eine höhere Absprungrate führt zur schlechteren Bewertung in den Suchergebnissen.
  • Werbung: Google selbst kündigte an, dass Seiten mit vielen Werbe-Einblendungen zukünftig schlechter bewertet werden. Auf sehr vielen Artikeln innerhalb des Weblogs befinden sich die Google Ads an zwei Stellen. In der rechten Spalte und im Verlauf des Contents. These: Viele Werbeblöcke führen zu einer schlechteren Bewertung.
  • Themenvielfalt: Eigentlich schon oben beschrieben, jedoch nicht auf die Absprungrate sondern rein auf die Stringenz beim Crawling der Inhalte bezogen. These: Themenspezifische Inhalte werden besser gerankt als Themensammlungen

Da ein A/B Test am einfachsten ist, indem man einzelne Bestandteile ändert und dann die Konsequenzen beobachtet, gehen wir zuerst die These 1 an. Zukünftig versuchen wir, die Absprungrate zu reduzieren, indem die Inhalte besser miteinander verknüpft werden. Dafür eignet sich für den Webdesigner oftmals ein simples Plugin, welches auf ähnliche Inhalte hinweist. Wer dabei als Redaktionssystem WordPress nutzt, kann sich einfach z.B. des Plugins Yet Another Related Post bedienen.

Und dann? Analysieren und abwarten

Bis zum nächsten großen Update des Google Index hilft nun eigentlich nur ein permanentes optimieren auf die erste These. Das Ergebnis dieses ersten Tests wird dann natürlich im Anschluss genau an dieser Stelle veröffentlicht.